Geschichte


Mai 1996
Gründung Friendly House
1997
Beginn mit DJ & Studio Equipment
Februar 1997
Start des monatlichen Erscheinens des Party Timer
Juni 1997
erste Teilnahme mit eigenem LKW bei der Free Party
1999
Launch der ersten Homepage
2000
Etablierung einer internationalen DJ Booking Agentur
2000
Erscheinen des ersten DJ Equipment Katalog
2002
1. DJ & Producing Workshop im Club Massiv
2002
Beginn mit Sound/ Light/ Multimedia Installationen
2004
2. DJ & Producing Workshop Arena
2005
3. DJ & Producing Workshop WUK
Mai 2006
Umzug in neues Geschäftslokal u. 10 Jahre Friendly House
Dezember 2011
Eröffnung Friendly House Budapest
2015
Launch neue Homepage

Wir befinden uns im Jahr 2015, 19 Jahre nach Gründung der Fa. Friendly House. Eine unglaublich lange Zeit – das wird einem vermehrt dann bewußt, wenn man einen Artikel wie diesen schreibt. Auf welche längst vergessenen Situationen und Ereignisse man stößt, Fotos, die man seit langem wieder ansieht, Freunde, an die man sich erinnert und die schon längst ihren Lebensmittelpunkt woanders haben - es taucht vor einem „die gute alte Zeit“ auf, in der man noch jung und voller Tatendrang war.

Aber halt! Wir sind noch immer voller Tatendrang und jung fühlen wir uns sowieso die meiste Zeit. Wir sind mit mehr Lebenserfahrung ausgestattet, aber sonst motiviert wie immer! In diesem Sinne möchte ich Euch hier einen Überblick über unsere letzten 19 Jahre im Friendly House geben und zeitgleich damit ein bißchen die Geschichte und Entwicklungen in dieser Zeit Revue passieren lassen.

Es war im Mai 1996, also im letzten Jahrtausend und in einer Welt vor der Ausbreitung der Mobiltelefone und vor allem des Internets. Also in einem Zeitalter, in dem man sich noch mittels Festnetztelefonie verständigte und die Entwicklungen des 21. Jahrhunderts erst ihren Anfang nahmen.

Oliver Paar, selbst gerade 20 Jahre alt, beschloss einen Shop für DJs und Freunde in Wien zu eröffnen. Hauptsächlich Vinyl - die CD war damals verpönt und wurde hauptsächlich als Kommerz Ware gesehen - und Designerklamotten sollten verkauft werden. By the way: Es gab damals wirklich noch einen relativ großen Graben zwischen Kommerz und Underground. Seit den 90er Jahren entwickelte sich eine elektronische Musikszene, die neu und anders war, als alles, was man damals so in Diskotheken hörte. Von House, Hip Hop, Acid House, Hardcore, Jungle und mehr entwickelte sich über verschiedene Stufen die elektronische Musik, die wir heute kennen. Immer mehr wurde das, was damals als Underground bekannt war, zum Mainstream und eroberte viele neue Fans. So im Bewußtsein aller angekommen, verlor die elektronische Musik auch ihren Nischen Status und heutzutage trifft man kaum mehr so radikal diese Unterscheidung zwischen Kommerz und Underground wie damals in den ersten Jahren. Nun ja, also gemeinsam mit zwei Freunden (Hi, DJ Pat! Lange ist`s her! – Hi Frank, wo immer du auch bist!) und mit der Hilfe einer Unzahl von guten Freunden (Wolfgang – DJ Merlin an vorderster Front) wurde also ein Plattenladen aus dem Boden gestampft.

Das regte natürlich das Interesse der Platzhirschen im Plattenladensektor (Black Market, Cool Vibes, 33-45), die sich von so jungen, neuen „Möchte Gern DJs“ nicht gerne Kunden abgraben lassen wollten. Nun ja, wir waren in Wien, der Boden war eng und schon dicht besiedelt, und da lässt man nun einmal nicht ohne Weiteres neue, unbekannte Leute ran – gerade, weil die Welt damals noch klein war ohne Internet. Wie auch immer – gemäß unseres Namens (Friendly House!) versuchten wir uns in aller Freundlichkeit auf Musikstile zu spezialisieren, die noch nicht so sehr von den anderen Läden gefördert wurden. Wir nannten das damals zusammengefasst „tanzbare elektronische Musik“. Außerdem war es uns von Anfang an ein großes Anliegen, den Kunden in den Mittelpunkt zu stellen. Bei uns war es egal, wie wichtig und bekannt ein DJ war oder ob man überhaupt professioneller DJ oder nur einfacher Musikliebhaber war, jeder bekam die gleichen Platten zum Anhören und jeder bekam die gleiche Betreuung! Das gefiel vielen in Wien, da dies damals noch ein eher unübliches Konzept in diesem Bereich war. Aber auch aus den Bundesländern hatten wir viele treue Stammkunden, die immer wieder extra für neue Platten nach Wien kamen und unsere Betreuung und Beratung genossen.
Die Designerklamotten haben zum Glück nur 2 Saisonen überlebt – wobei das Auftauchen von H&M damals nicht ganz unbeteiligt war- und wurden so - naja, wie soll man sagen – gegen einen Piercer ersetzt. Je weniger Klamotten wir hatten, umso mehr Platz bekam unser neuer Untermieter, der Piercer Tom. Vielleicht gibt es ja noch einige Veteranen unter Euch, die sich an „Tom`s Piercing“ in unserem Shop erinnern können?

Zeitgleich mit dem Entschluss die Klamotten aus dem Sortiment zu nehmen, arbeiteten wir an unserem neuen Standbein, dem DJ Equipment. Damals lag unser Augenmerk noch hauptsächlich auf dem klassischen DJ Bereich, wie Plattenspieler (Technics, was sonst; zumindest über kurz oder lang und je nach Budget), Mischpult, Nadeln, Kopfhörer, Boxen und natürlich auch Taschen. Vinyl Taschen waren damals ja durch das oftmalige Schleppen der Platten zu Gigs ständig stark in Mitleidenschaft gezogen. Insofern benötigte man auch um einiges öfter eine neue Plattentasche als jetzt. Viele unserer Vinyl Stammkunden von damals wurden so also zu unseren ersten DJ Equipment und später zu den ersten Studio Equipment Kunden. Wir wuchsen mit unseren Kunden und ihren Ansprüchen mit, versorgten sie mit den Geräten, die sie sich wünschten und etablierten so unser neues Standbein im technischen Bereich.

Um unseren Shop zu bewerben, produzierten wir im Februar 1997 zum ersten Mal den „Party Timer“. Zu Beginn als A7 Leporello konzipiert (man sollte das Ding auf der Party easy in die Hosentasche stecken können), sollte er alle wichtigen Veranstaltungstermine beinhalten, um dem Partygeher einen Überblick zu verschaffen. Das Cover war dabei für unsere Werbung vorbehalten; die Rückseite des Leporellos zierten verschiedene DJ Sets oder spezielle Angebote. In den Anfangszeiten des Internet gab es noch kein Facebook, keine Partyseiten oder ähnliches online. Damit war unser Party Timer ein sehr willkommener Begleiter und fand viel Lob. Mit der Zeit gab es im Leporello zu wenig Platz, womit wir begannen ein kleines süßes Heftchen zu produzieren – also geheftet, aber nicht vergrößert. Der Charme des Kleinen sollte erhalten bleiben und außerdem waren wir im Grunde ja ein Shop und kein Medienunternehmen. Alles hat seine Zeit und die des Internet, das alles verändern sollte, stand bevor. Daher stellten wir die Produktion des „Party Timer“vor dem Wechsel zum neuen Jahrtausend ein. Die Cover der verschiedenen „Party Timer“ kannst Du hier ansehen.

Eine weitere populäre Form der Werbung war damals eine eigene Veranstaltung zu organisieren oder gemeinsam mit einem Sponsor etwas auf die Beine zu stellen. Wie gesagt war die elektronische Musikszene damals noch klein, aber stetig wachsend und somit heiß begehrt für jedes größere Unternehmen in der Jugendszene. Die meisten Firmen hatten noch keinen direkten Zugang zur Partymeute, weswegen oft über den Mittelsmann Veranstalter kommuniziert wurde.

1997 bekamen wir so die Möglichkeit gemeinsam mit der Firma Pepsi einen LKW bei der Free Party zu gestalten. Die Free Party war die damalige österreichische Variante der Love Parade in Berlin. Wir waren begeistert, sahen jedoch bald, dass man mit nur begrenzten finanziellen Mittel nicht alles so umsetzen kann, wie man gerne möchte und der Sponsor dann eben auch noch seine Anforderungen stellt. Ja, das war die Zeit des klassischen Sponsorings. Firmen waren schnell bereit ein kleines Werbebudget zur Verfügung zu stellen. Die Wirtschaftslage war gut, das Sponsoring in allen Varianten blühte gerade auf und man mußte als „Veranstalter/ Organisator“ vieles erst lernen. Für uns als Shop und deklarierter „Nicht-Veranstalter“ war dies umso mehr eine Herausforderung, der wir uns mit viel Elan und Idealismus stellten. Umso mehr mußten wir erkennen, dass das „nebenbei organisieren“ eben auch nicht so sehr zu einem professionellen Ergebnis beiträgt. Aber wie schon erwähnt, Idealismus, Musik und Party waren damals die herrschenden Motive. So stehen wir wohl oder übel zu unserem etwas hässlichen Truck – ja, ich denke, das muss man einfach zugeben – und lassen Euch auch daran teilhaben. Wir hatten große Vorstellungen, kaum finanzielle Mittel, fast keine Zeit, aber im letzten Moment eine Schar Hilfe leistender Idealisten und Freunde, mit denen wir zusammen doch noch schnell am Tag und in der Nacht davor den Aufbau des LKWs erledigten.

Das Wichtigste - die Frage des Sounds - war dabei natürlich schon von Anfang an geklärt worden. Der Sound, die Technik muss einfach passen, der Rest kann warten … Naja, in jedem Fall legte man damals noch mit Plattenspieler am Truck auf und das hatte so seine Tücken und war wohl das meist besprochenste Thema vor jeder Free Party. Daher war es notwendig etwas zu tüfteln. Und jeder hatte dabei natürlich seine eigene Taktik und Philosophie, wie man das Schwingen der Turntables tunlichst vermeidet und so die Nadel möglichst lange in der Rille behält; im Idealfall solange, wie man es selbst gerne möchte. Im Normalfall zumeist mit einigen kurzen Hackern im Track. Aber genau das machte den Charme damals aus. Free Party – Love Parade – Friede – Freude - Eierkuchen!!

Im Jahr 1999 war dann auch die Zeit gekommen, in der man einfach eine eigene Homepage für ein Geschäft benötigte. Damals noch hauptsächlich zur Bewerbung des Shops, aber trotzdem schon mit vorhandener Einkaufsmöglichkeit. WWW stand in diesen Zeiten noch für warten – warten – warten. Aber wie wir alle wissen, entwickelte sich auch dieser Nachteil immer besser, das Internet wurde schneller und schon bald kommunizierte man per email und konnte sich jegliche Informationen aus dem Internet besorgen. Es waren noch nicht viele Privatpersonen im Netz, eine Internetanbindung war noch kein Standard, WLAN für die meisten noch ein Fremdwort und so „trafen“ sich vorerst hauptsächlich Unternehmen oder Firmen im Netz. Verkaufsrelevant war das Internet damals definitiv noch nicht!

Im Jahr 2000 begannen wir mit der Vermittlung von DJs – national wie international. Da wir von Beginn an in der Szene verwurzelt waren, hatte sich das einfach so ergeben; die Szene war klein und damals hat sich doch noch einiges in einem Plattenladen abgespielt. Bekannte DJs haben sich getroffen, man hat sich über Veranstalter, Szene News und Partynächte ausgetauscht, sich mit Freunden im Plattenladen verabredet, gemeinsam Musik gehört, uvm. Veranstalter waren zu diesen Zeiten oft auch DJs und so konnte man sogar einen Gig im Plattenladen bekommen. Absolut nichts Unübliches. Ja und es war auch schon so, dass man selbst eine Party veranstalten musste, um öffentlich auflegen zu können. Manche Partyreihen wurden immer größer, manche legten es bewusst kleiner an und versuchten vorrangig Spaß zu haben. Einige hatten damit Erfolg, andere hörten auch bald wieder auf und Stehaufmännchen gab es natürlich auch. Eigentlich nicht viel anders als heutzutage.

Hauptsächlich arbeiteten wir mit der „Burning Down the House“ Crew zusammen. Diese Veranstaltergruppe hatte regelmäßig verschieden große Events (kleiner Club bis zu großem Rave) über Jahre hinweg in Wien und Umgebung organisiert und wir waren ihre Booking Agentur des Vertrauens. Aber auch für das Flex oder das WUK haben wir Künstler gebucht. Seltener ins Ausland, öfter aber auch in unsere Bundesländer. Wir vermittelten mehr als 100 internationale DJs, die zumeist auch einen Stop in unserem Plattenladen einlegten. Davon zeugen unzählige Covers, die wir von den Artists signieren ließen. Eine kleine Auswahl dieser signierten Cover findest Du hier.

Im Grunde funktionierte das bis zum „Niedergang des Vinyls“. Nachdem die anderen Plattenläden hauptsächlich auf Schallplatten und CDs spezialisiert waren, kam ihnen mit der Zeit der Markt abhanden. Der Markt hatte sich nämlich langsam und unbemerkt, und dann doch wie ein Orkan, von Vinyl über CDs bis hin zum USB Stick entwickelt und das „Digital Djing“ war in aller Munde. Tja, das Internet! Aber der Reihe nach …

Ebenfalls rund um 2001 begannen wir mit unserem nächsten Projekt, das uns die kommenden 15 Jahre begleiten sollte. Da unser Sortiment immer breiter und größer wurde, das Internet aber noch nicht der richtige Ort war, um produktive Werbung für unsere Geräte zu machen, produzierten wir unseren ersten Produktkatalog. Wir wollten allerdings nicht irgendein Flugblatt oder eine künstlerisch wertlose Broschüre machen. Daher verpassten wir unserem Katalog von Beginn an einen gewissen grafischen Anspruch und wollten damit unsere Produkte in einem positiven, stylishen Rahmen zur Schau gestellt wissen. Jedes Jahr im Herbst gab es nun einen neuen gehefteten Katalog, den unser Haus- und Hofgrafiker seit diesen Tagen (Mario Groschner) gestaltete. Mit den Jahren wurde dieser Katalog immer umfangreicher und so mußte auch das Format angepasst werden. Dabei versuchten wir den etwas anderen Weg zu gehen und nicht übliche Größen oder Formate zu verwenden. Wir wollten herausstechen und uns von allen anderen und dem Üblichen abheben. Die positive Resonanz unserer Kunden, dem oftmaligen begeisterten Feed Back und sogar der entstandenen Sammelleidenschaft für unseren Katalog, entnehmen wir, dass dies offensichtlich auch gut gelungen ist. Hier kannst Du nun unsere verschiedenen Katalogcover begutachten. Es gibt auch noch Reststücke – Sammler können sich gerne bei uns melden und den einen oder anderen Katalog noch einmal anfordern!

Zu Beginn der Katalogzeiten befanden wir uns ja noch in der Favoritenstr.25, in einem kleinen 2-stöckigen, mit einer Wendeltreppe (!) verbundenen Geschäftslokal. Stellt Euch mal vor, den einen oder andern Technics 1210 über eine enge alte Wendeltreppe hinauf ins Lager zu transportieren … amazing! Von unserem Piercer mußten wir uns nach einigen gemeinsamen Jahren leider verabschieden – zum einen war schon halb Wien gepierct, zum anderen vergrößerte sich unser Geräteangebot mehr und mehr, so dass wir jeden vorhandenen Platz für unsere Produkte benötigten.

Trotz allem wurden uns die Räumlichkeiten in der Favoritenstrasse schnell zu klein und wir konnten nicht einmal annähernd alle Geräte, die wir so anboten, ausstellen oder herzeigen. Insofern mußten wir uns etwas überlegen und so kamen wir zu dem Entschluß, außerhalb unseres Geschäftes eine Art Workshop abzuhalten, wo wir alle Geräte ausstellen und sie auch gemeinsam mit Produktspezialisten zum Testen zur Verfügung stellen konnten. Da wir schon seit längeren mit den Leuten vom Club Massiv (Thanks to Flo & Gudrun) befreundet waren, fiel unsere Wahl auf diesen damals sehr angesagten Club. Wir luden verschiedene Hersteller ein uns bei diesem Vorhaben zu unterstützen und veranstalteten so unseren ersten DJ & Producing Workshop! Ein voller Erfolg! Es kamen viele Leute, die begeistert das Angebot annahmen, Geräte anfassen und testen zu können und dabei auch gleich unseren Mitarbeitern und Produktspezialisten detaillierte Fragen stellen zu können. Wie schon mal erwähnt – 2002 war das Internet einfach noch keine Konkurrenz zu so einer Veranstaltung und gute Informationen waren damals noch nicht so einfach zu bekommen.

Aufgrund des großen Erfolges begannen wir im nächsten Jahr mit Red Bull und der Red Bull Music Academy hinsichtlich einer Kooperation zu verhandeln, die es uns ermöglichen sollte, noch mehr Geräte, noch mehr Vorführungen, noch mehr Künstler und noch mehr Informationen für unsere Kunden anzubieten – und das ganze natürlich in einer größeren Location. Nun, die Gespräche waren erfolgreich, das Konzept gefiel Red Bull und so kam es zu einem Friendly House & Red Bull Music Academy Workshop in der Arena 2004. Die RBMA lud verschiedene internationale Künstler ein, die im Rahmen von Vorträgen über ihr Leben, ihren DJ & Producing Alltag, als auch über rechtliche Komponenten referierten. Manche von diesen Künstlern hatten dann auch Gigs und Performances zwischendurch bzw. auf der Party danach. Aufgrund des schönen Wetters konnte man Outdoor chillen und auf den verschiedenen Floors Indoor testen, Musik machen, lernen, zuhören, Wissen aufsaugen und austauschen. Die Kombination aus Theorie und Praxis stellte sich als gelungenes Angebot dar, das viele Musikinteressierte begeistert annahmen.

2005 wiederholten wir diese Kooperation mit der RBMA im WUK. Auch hier hatten wir Outdoor und Indoor Räumlichkeiten zur Verfügung und etliche bekannte internationale Künstler statteten uns einen Besuch ab. Heinz Reich interviewte diese wie das Jahr zuvor und etliche von ihnen performten danach noch auf unserer Bühne. Gewinnspiele und Verlosungen sorgten für Auflockerung zwischendurch und diverseste Hersteller erklärten ihre Geräte und stellten neue Errungenschaften vor. Alles in allem ein gelungener Event, der mit etlichen helfenden Händen von Freunden und Stammkunden ein „friendly“ Ambiente nicht nur ausstrahlte, sondern auch lebte.

Zwischenzeitlich ergab sich seit 2002 allerdings auch noch ein weiteres Geschäftsfeld, und zwar das der Installationen von Sound & Licht & Multimedia. Neben dem stationären Verkauf von Geräten begannen wir uns auch mit der Materie der Installationsprodukte zu beschäftigen. Wir erstellten und erstellen nach wie vor Konzepte für Soundlösungen in Clubs und Restaurants oder Lichtkonzepte auf moderner LED Basis für Diskotheken, aber auch Multimedia Projekte. Begonnen hat alles mit der Disko Eröffnung der Babenberger Passage, für die wir ein modernes, innovatives LED Lichtkonzept für das Grundlicht, aber auch für das Effektlicht planten. Es folgten Nobel Restaurants wie das Fabio`s oder der DO & CO am Stephansplatz, aber auch viele kleinere und größere Clubs, Bars und Diskotheken wurden von uns mit Sound & Licht ausgestattet. Das Cube Hotel in Biberwier/ Tirol oder das Kunstprojekt der Lichtsegel rund um den Millstätter See, das Mozart- und Kulturhaus am Wolfgangsee, eine Diskothek in Klagenfurt, Salzburg, Györ (HU) oder etliche Hotels in der Wiener Innenstadt, Turnsäle in Schulen oder an der USI, Theaterräume oder auch die Mensa am neuen WU Campus – unsere Handschrift kann vielerorts festgestellt werden. Dabei legen wir unser Hauptaugenmerk immer auf neue und innovative Geräte und Systeme, mit denen sich moderne Multimedialösungen verwirklichen lassen. Auch in diesem Bereich ist es uns wichtig, qualitativ wertvolle Arbeit zu leisten und mit Kompetenz und guter Beratung zu überzeugen. Alle unsere Projekte sind näher beschrieben und mit Fotos unter unserem Menüpunkt Sound & More.

Nun ja, wir sind also im Jahr 2005/ 2006 stehen geblieben. Zu dieser Zeit mußten wir unseren nächsten Workshop einem anderen Projekt unterordnen – nämlich unserem Umzug in ein neues, größeres Geschäftslokal! Die Arbeiten dafür begannen natürlich schon 2005, um möglichst rasch und problemlos in die Wiedner Haupstr.39, unserem jetzigen Standort, umziehen zu können.

In Kenntnis unseres Mitbewerbs war es uns schon immer ein Anliegen, ein stylishes und modernes Musikgeschäft zu etablieren. Dazu nahmen wir die Arbeit eines Architektenteams in Anspruch, das unser Interior designte und den Umbau beaufsichtigte. Dass man dabei allerdings auch noch die Architekten beaufsichtigen mußte, wurde uns schnell klar und so kamen ereignisreiche, anstrengende, aber auch sehr spannende Monate auf uns zu. Wiederum mit vereinten Kräften konnten wir innerhalb eines halben Jahres ein komplett verfallenes Geschäftslokal auf Vordermann bringen. Von neuen Wänden, Fenstern, Heizung, Boden und Außenansicht bis zu unserem Wunschmöbilar schafften wir es mit Druck und Engagement alles bis zum Eröffnungstermin fertig zu stellen und an diesem gehörig zu feiern! Der Zeitplan war eng, wir mußten ja auch weiterhin noch unser offenes Geschäft führen und dann schnellstmöglich die gesamte Ware von A nach B transportieren. Doch wir haben es geschafft! Wiederum mit der tatkräftigen Unterstützung etlicher Freunde und Stammkunden. Hier siehst Du einige Fotos der Baustelle zu Beginn bis zu unserem fertigen Geschäftslokal!

Unser 10-jähriges Bestehen konnten wir so im Mai 2006 mit der Eröffnung des neuen Geschäftslokals feiern – auf einer Fläche, die 10x so groß war wie unsere bisherige! Was für ein Traum!

Mit der Größe des Geschäftes wuchs natürlich auch die Zahl der Mitarbeiter. Hatten wir in der Favoritenstr. noch 2 helfende Hände, wurden es nun innerhalb kürzester Zeit bis zu 7 Mitarbeiter! Es kamen also ganz andere Herausforderungen auf uns zu, die mehr mit der Führung eines kleinen Unternehmens zu tun hatten, als mit der Führung eines Platten und DJ Equipment Ladens.

Das ist mitunter auch der Grund, warum etliche Initiativen wie Workshop oder Partys und Bookings etwas auf der Strecke blieben. Aber nicht nur. In den Jahren nach 2006 trat das Internet seinen Siegeszug an und alles veränderte sich. Man mußte sich nun auf geänderte Rahmenbedingungen einstellen, die da lauteten: Informationen frei und schnell von zu Hause aus zugänglich, Produktvideos und -erklärungen von Spezialisten downnloadbar, Preisvergleich im Internet, uvm. Der Händler wurde auf einmal schnell austauschbar, weil der Kunde nur mehr auf den Preis achtete und man zwar oft beim Händler noch recherchierte, dann aber im modernen, neuen Internet kaufte. So konzentrierten wir uns auf die geänderten Rahmenbedingungen und auf die Entwicklung unseres Geschäfts, um auch weiterhin an vorderster Front mithalten zu können.

Aber was wäre der Alltag ohne das eine oder andere neue Projekt. So kam es dazu, dass wir 2011 eine internationale Erweiterung unseres Geschäftes in Angriff nahmen und schon im Dezember 2011 unseren neuen Shop in Budapest eröffneten. Wir hatten das Glück geeignete Partner für dieses Projekt in Ungarn zu finden, die die Sprache, aber natürlich auch das Geschäftsfeld und die Marktsituation kannten. Gemeinsam arbeiteten wir daran, Friendly House Budapest zu einem gleichwertigen Partner und einer gutgehenden Filiale des Hauptsitzes in Wien zu machen. Auch wenn uns Viktor Orban und die Mwst.( 27% in Ungarn!) so manchen Strich durch die Rechnung machten, haben wir unser Ziel erreicht. Wir sind mittlerweile einer der drei größten elektronischen Musikshops in Ungarn und können so auf 2 Standorten unsere Geschäftsphilosophie umsetzen: ein umfangreiches Sortiment aus dem der Kunde auswählen kann, freundliche und kompetente Beratung und der Kunde als Ausgangspunkt – egal ob online oder im physischen Shop.

2012 etablierten wir unsere deutsche Homepage www.friendlyhouse.de, um so auch in unserem Nachbarland vertreten zu sein. Immer mehr österreichische Kunden gingen uns über die ersten Internetjahre an das benachbarte Ausland verloren – im Glauben, dass man im eigenen Land nicht das bekommt, was man möchte. Wir möchten aber zeigen, dass man als Musikliebhaber ruhig im eigenen Land einkaufen kann, da es hier dieselben Preise, Kompetenzen und auch Lagerkapazitäten gibt wie z.B. in Deutschland. Aber darüber hinaus, freundliche und kompetente Beratung von Menschen, die auch die Mentalität dieses Landes kennen, hier wohnen und arbeiten.

Bis zum Jahr 2014 brachten wir jährlich unseren stetig wachsenden Produktkatalog heraus. Doch die immensen Kosten mit den ebenso steigenden Kosten an Werbung im Internet (Google, Preisvergleichsmaschinen, etc.) und die veränderte Marktlage veranlassten uns dazu, das Projekt Katalog vorerst auf Eis zu legen und uns vermehrt auf das Internet zu konzentrieren.

In diesem Sinne haben wir nun auch diese Page gelauncht, es hat leider sehr lange gedauert, aber wir hoffen, dass wir damit den aktuellen Entwicklungen in unserer Branche Rechnung tragen können und Deinen Ansprüchen gerecht werden. Chatte mit uns, wann immer Du eine Frage hast, wir sind für Dich da! Gerne rufen wir Dich zurück und bemühen uns jede Unklarheit zu beseitigen. Wir wollen Dich nicht mit dem Internet Informationsdschungel alleine lassen, Du mußt nicht langwierig suchen, trete einfach mit uns in Kontakt. Wir bemühen uns weiterhin, die Verbundenheit mit unseren Kunden zu praktizieren und zu leben und nicht nur ein Einkaufsportal zur Verfügung zu stellen. Viele unserer Mitarbeiter kommen direkt aus der Musikszene, sind damit aufgewachsen, haben viele Entwicklungen miterlebt und können aus großen Erfahrungsschätzen berichten und beraten. Nützt diese Gelegenheit – der Mensch kommt noch immer vor der Maschine!

Tja, und jetzt sind wir schon in der Echtzeit angekommen und ich habe mich noch immer nicht vorgestellt. Mein Name ist Bettina und ich stieß im November 1996 dazu, kam in eine Lebensgemeinschaft mit Oliver und da sich ein großer Teil seines Lebens im Geschäft abspielte, spielte sich schnell auch ein großer Teil meines Lebens im Geschäft ab. Gemeinsam ersannen wir Ideen und Strukturen für die Firma, das Geschäft. Es sollte ja auch eine Lebensgrundlage, ein Beruf werden. Im Laufe unserer nunmehr auch geschäftlichen Partnerschaft haben wir viele Jahre daran gearbeitet, das Beste aus allem herauszuholen. Wir waren nächtelang mit unseren gebuchten Künstlern auf Veranstaltungen unterwegs. Unser Motto war, dem Künstler eine perfekte Betreuung zu garantieren. Und dafür haben wir eben selbst gesorgt. Es hat super Spass gemacht, war aber auch oft sehr anstrengend neben 6 Tagen Arbeit im Shop sich auch noch das Wochenende um die Ohren zu schlagen. Wir haben selber geflyert und geworben, haben selbst verkauft und unsere ersten Mitarbeiter eingestellt.

Mittlerweile muss man zugeben, dass sich unser „kleines Projekt“ zu einem ansehlichen Geschäft entwickelt hat. Jedoch befinden wir uns nun wieder in einer Übergangssituation. Durch die vielen Krisen der letzten Jahre geht es natürlich auch unserer Branche nicht besonders gut. Viel Preis Hick Hack wird im Internet betrieben, zumeist gesichtslos, mit Maschinen Handel betrieben.

Man bekommt einen Karton, gefällt das Ding einem nicht, wird es wieder zurück geschickt. Alles ohne menschliches Gespräch, zumeist ohne fachliche Beratung, und nur auf Basis von Internetinformationen. Wieviel Wert und Gehalt deren Quellen auch immer haben mögen, der persönliche Flair, das Gespräch mit Gleichgesinnten, das Gespräch unter Musikliebhabern, die Tipps und Ratschläge austauschen, das alles bekommt man nicht mitgeliefert. Man weiß ja oft nicht einmal mehr, wo man bestellt hat, da man ja sowieso nur mehr dort bestellt, wo es am günstigsten ist. Ist das wirklich erstrebenswert?

Wir möchten, dass Du wieder ein Gesicht zu dem Shop Deiner Wahl hast. Es betrifft ja immerhin Geräte, mit denen Du viel Zeit verbringst. Geräte, die Deine Leidenschaft zur Musik zum Ausdruck bringen sollen und die Dich automatisch zu einem Teil der großen Community der Musikliebhaber machen. Gibt es einem da nicht auch ein gutes Gefühl, diese Geräte Gleichgesinnten abzukaufen, mit denen man sich jederzeit austauschen kann, auch wenn man einmal nichts kaufen möchte. Man bekommt immer den einen oder anderen persönlichen Tipp in einem Beratungsgespräch. Davon kann jeder profitieren, der uns unterstützen möchte. Wir sind für unsere Kunden da und helfen gerne weiter.

Du siehst nun, woher wir kommen, wie wir uns entwickelt haben und woran wir weiter arbeiten wollen. Wir glauben an unseren Namen und wollen auch weiterhin ein freundliches und offenes Haus für jedermann sein. Wir sind von Beginn an dabei und haben die Entwicklung der Szene mitgemacht. Auch wenn das Internet einen immer größer werdenden Teil in unserem (Geschäfts) Leben einnimmt, werden wir nie ohne den Standort, den persönlichen Shop, der noch immer als Treffpunkt von Aktivisten der Musikszene dient, ausklammern.

Wir sind Friendly House – komm zu uns in den Shop und wir werden Dich überzeugen. Ob online oder offline! Wir haben versucht, unser online Angebot möglichst klar und übersichtlich, aber trotzdem modern und stylish zu halten, und hoffen, dass wir dadurch diese gewisse Verbundenheit zum Kunden und unsere Leidenschaft zur Musik zum Ausdruck bringen können. Für Feed Back und Verbesserungsvorschläge sind wir wie immer offen und dankbar! Bei Fragen oder wenn Du nähere Infos brauchst, kannst Du uns jederzeit kontaktieren. Ab sofort auch per Chat zu unseren Öffnungszeiten – also fast wie im echten Shop!